Zurück zur Übersicht HANSALOFT, HANSALIGNA und HANSASTELA überzeugen nicht nur mit ausgefeilter Technik, sondern auch durch Einbau-Flexibilität. Für die Stromversorgung sorgt entweder eine handelsübliche 6 Volt Batterie oder ein Netzteil. Foto: Hansa Armaturen GmbH
HANSALOFT, HANSALIGNA und HANSASTELA überzeugen nicht nur mit ausgefeilter Technik, sondern auch durch Einbau-Flexibilität. Für die Stromversorgung sorgt entweder eine handelsübliche 6 Volt Batterie oder ein Netzteil. Foto: Hansa Armaturen GmbH
28.09.2016

Das Einmaleins der berührungslosen Armaturen

Interview mit Produktmanagementleiter Harald Fesenbeck

Stuttgart, im September 2016 - Hoher Komfort, maximale Hygiene und ein Plus an Wirtschaftlichkeit: Mit intelligenten Elektronikarmaturen für den Privat- und Objektbereich unterstreicht HANSA seine Fachkompetenz auf dem Gebiet der berührungslosen Armaturentechnik. Harald Fesenbeck, Leiter Produktmanagement bei HANSA, erklärt, worin die Vorteile von berührungslosen Armaturen liegen, welche intelligente Technologie dahinter steckt und warum deren fachgerechte Installation kein Hexenwerk ist.Wir kennen es alle – eigentlich wollen wir Wasser sparen und trotzdem lassen wir es beim Zähneputzen, Rasieren oder der Gesichtspflege einfach weiter laufen. Es ist ja auch viel bequemer, als mit vollen oder nassen Händen ständig den Armaturenhebel zu betätigen.

In welchen Bereichen werden berührungslose Armaturen verwendet?
Berührungslos bedienbare Armaturen kommen vor allem in hygienesensiblen Bereichen zum Einsatz, die einer hohen Benutzerfrequenz unterliegen. Vorgeschrieben sind sie im Gesundheitswesen, in lebensmittelverarbeitenden Betrieben und Autobahnraststätten.* Für stark frequentierte öffentliche oder halböffentliche Sanitäranlagen in Sportstätten, Restaurants, Schwimmbädern, Bahnhöfen, Flugplätzen usw. bestehen zudem Empfehlungen, beispielsweise durch die vom Verband Deutscher Ingenieure e. V. herausgegebene VDI-Richtlinie 3818. Diese behandelt die Anforderungen, die bei der Planung und Ausführung von öffentlichen Sanitärräumen zu beachten sind.
Mittlerweile gibt es aber ebenso viele berührungslose Armaturen, die durch ihr modernes Design auch für den privaten Bereich optimal geeignet sind. Sowohl im Gäste-WC als auch im Bad können diese am Waschtisch montiert werden. Aber auch die Platzierung von hybriden Armaturen an der Küchenspüle ist möglich. Dort können dann die Vorteile von berührungslosen Armaturen mit denen von mechanischen kombiniert werden. 

Worin genau liegen die Vorteile von berührungslosen Armaturen im öffentlichen Bereich?
Für Betreiber öffentlicher und halböffentlicher Sanitärräume haben wirtschaftliche und hygienische Aspekte Priorität. Berührungslose Armaturen können sich positiv auf den Wasser- und Energieverbrauch und somit auf die Gesamtbetriebskosten auswirken. Das Wasser fließt schließlich nur dann, wenn es wirklich benötigt wird – und das in einer vordefinierbaren Menge. Unsere elektronischen Waschtischarmaturen der Serien HANSALOFT, HANSALIGNA und HANSASTELA verbrauchen zum Beispiel lediglich sechs Liter Wasser pro Minute und stoppen den Wasserfluss nach der Nutzung automatisch. Dadurch werden ungewünschter Frischwasserverbrauch und Energie für die gegebenenfalls notwendige Warmwasseraufbereitung minimiert.
Speziell für den Objektbereich hat HANSA auch Elektronikarmaturen mit automatischer Hygienespülung im Sortiment. Um die Vorschriften gemäß Arbeitsblatt DVGW W 551 zu erfüllen, setzt die Spülung alle 72 Stunden automatisch ein. Diese Funktion senkt die Gefahr, dass das Wasser in der Leitung stagniert und gewährleistet damit eine gleichbleibend hohe Trinkwasserqualität.

Und welche Vorteile werden im Privatbad besonders geschätzt? 
Finanzielle und hygienische Vorteile wünschen sich auch Endverwender. Eine berührungslose Bedienung hat beispielsweise zusätzlich den Vorteil, dass die Übertragung von Keimen und Bakterien über Handkontakte deutlich minimiert wird. Die Oberfläche der Armatur bleibt so länger hygienisch sauber. Das erleichtert den Pflege- und Reinigungsaufwand.
Zusätzlich spielen im privaten Bereich die Aspekte Komfort und Design eine wichtige Rolle. Moderne Elektronikarmaturen für Bad und Küche, zum Beispiel die HANSASIGNATUR HYBRID oder HANSAFIT, bringen diese verschiedenen Ansprüche perfekt miteinander in Einklang.

Die Steuerung berührungsloser Armaturen kann unterschiedlicher Art sein. Welche Varianten gibt es?
Grundsätzlich gilt: Berührungslose Armaturen reagieren auf Annäherung mit Hilfe von Infrarot-Sensoren. Bei infrarotgesteuerten Armaturen wird der Wasseraustritt durch Handbewegung zum Sensor ausgelöst und geht nach einer voreingestellten Zeit wieder aus. Die Dedektion erfolgt an der Stelle, an der das Wasser erwartet wird.
Bei sogenanten Hybrid Armaturen werden Nahsensoren eingesetzt, bei denen die Armatur gezielt berührungslos ausgelöst werden kann, aber gleichzeitig unbeabsichtigtes Auslösen im konventionellen mechanischen Betrieb vermieden wird. 

Funktionieren Infrarot-Sensoren immer auf die gleiche Weise?
Nein, keineswegs. Herkömmliche Infrarot-Sensoren messen den Grad der Reflextion und schließen daraus auf die Position der auslösenden Hände. Dadurch sind sie anfälliger für Störeinflüsse aus dem Reflektionsverhalten der Umgebung. HANSA hingegen misst die genaue Position des Anwenders. Auch bei den berührungslosen Armaturen aus dem HANSA|LIVING-Segment beispielsweise kommt ein positionsempfindlicher Sensor (PSD – Position Sensitive Detection) zum Einsatz, welcher zur Aktivierung des Magnetventils auf diese weniger störanfällige Winkelmessung des abgelenkten Lichts setzt. Die Handposition des Nutzers wird zuverlässig erkannt – und zwar unabhängig von Faktoren wie Wassertropfen, Lichtreflexionen oder spiegelnden Oberflächen.
Die Toleranz beträgt somit nur 5 Prozent. Herkömmliche Sensoren haben dagegen eine Toleranz von rund 50 Prozent. Hinzu kommt, dass bei der Erstinstallation kein Einmessen der Armatur erforderlich ist.

Batterie- oder Netzanschluss: Was ist besser?
Das hängt von den technischen und räumlichen Gegebenheiten ab. Kommen berührungslose Armaturen in stark frequentierten Bereichen zum Einsatz, sollte der Installateur von der ansonsten empfehlenswerten Batterielösung absehen und eine Armatur mit Netzanschluss wählen. Der Einbau erfolgt dabei traditionell und ist absolut kein Hexenwerk.
Da die Armaturen mit Netzanschluss von HANSA alle mit Kleinspannung arbeiten, gelingt die Spannungsversorgung über das Stromnetz problemlos. In den Netzteilen ist ein Transformator integriert, der die Netzspannung von 230 Volt auf 12 Volt reduziert. Netzteile gibt es je nach Bedarf als Aufputz- oder Unterputz-Variante.

* Für das Gesundheitswesen gilt die Unfallverhütungsvorschrift VBG 103, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, in der aktuellen, gültigen Fassung. In der fleischverarbeitenden Industrie gilt die Fleischhygiene-Verordnung FIHV in der aktuellen, gültigen Fassung.

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